Abu Ramada North

Skill Level: Open Water Diver

Zugang: Boot

Maximale Tiefe: 30 Meter

 

Abu Ramada North ist aufgrund der starken, manchmal unberechenbaren, Strömung ein Tauchplatz für erfahrene Taucher. Wir können hier nur bei ruhiger See festmachen.

Auf 22 Meter befindet sich ein Plateau mit Drop Off, welches auf der Ostseite der Insel in eine Steilwand übergeht. Dort findet sich eine Vielzahl an Fächerkorallen. An diesem Riff leben große Muränen, die sich in den vielen kleinen Höllen aufhalten, unzähligen Schulen von Wimpelfischen, Rochen und Barrakudas. Es kommt auch immer wieder zu Begegnungen mit größeren Meeresbewohnern, wie z.B. Haien.

Carless Reef

Skill Level: Open Water Diver

Zugang: Boot

Maximale Tiefe: 40 Meter

 

Das Carless Reef besteht aus einem zweigeteilten Hauptriff, welches auf einem Sandplateau steht. Es liegt auf dem offenen Meer und kann nur bei besonders gutem Wetter und ruhiger See angefahren werden. 

Wegen der stärkeren Strömungen beheimatet dieses Riff Weißspitzen-Riffhaie, Delfine, Königs-Feenbarsche und einige größere Fische. Auch Schildkröten sind hier keine Seltenheit. Sogar Fächerfische (auch Segelfische genannt) kommen zeitweilig aus der Tiefe empor, um zu jagen. Nicht zuletzt soll sogar schon ein Tigerhai gesichtet worden sein. 

Nebenbei ist das Riff auch für seine Geschichte bekannt. Vor etwa 15 Jahren wurde es von Dornenkronenseesternen befallen, welche sich von Steinkorallen ernähren. Sie waren eine große Plage, zerstörten den Großteil der Korallen und verdrängten dadurch auch viele der anderen Meeresbewohner des Riffes. Die lokale Tauchgemeinde griff ein und entfernte die Plagegeister von den Korallen, warf sie allerdings aus Unwissenheit zurück ins Meer. Kurze Zeit später kamen die Seesterne zurück und verwüsteten die Korallen vollends. Die Rettungsaktion wurde ein zweites Mal gestartet, diesmal erfolgreich. Seitdem kommen die Korallen ganz langsam zurück. Besonders an der Nordseite beim Drop Off findet man schon jetzt wieder atemberaubende, märchenhafte Hartkorallenformationen. In einigen Jahren wird das Carless Reef wieder zu den schönsten Riffen an Hurghadas Küste gehören.    

Schiffswrack El Mina

Skill Level: Advanced Open Water Diver

Zugang: Boot

Maximale Tiefe: 30 Meter

 

El Mina ist ein 58m langes Mienenräumungsboot der ägyptischen Marine, welches vor etwa 30 Jahren durch Fremdeinwirkung (Feindkontakt) versenkt wurde. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Hurghadas neuer Marina.

Das Wrack liegt auf der Steuerbordseite in einer Tiefe von 30m, die Backbordseite ragt hinauf auf 18m. Wegen der starken Strömung, welche manchmal sogar bis auf eine Tiefe von 20 Metern reicht, erfolgt der Abstieg in den meisten Fällen an der Ankerleine. Das Wasser ist hier eher trüb, sodass man das Wrack von oben nicht komplett sehen kann. Dadurch entsteht beim Abstieg ein ausgesprochen mystischer Eindruck. 

Das Schiff ist an manchen Stellen nicht sehr stark bewachsen. Folglich kann man viele Schiffsdetails wie Geschütztürme, Ankerwinden, Funkaufbauten, Luken, Instrumente und Minenräumungs- Schleppeinrichtung sehr gut erkennen. Im Bugbereich ist ein großes Loch im Rumpf, welches durch den Einschlag einer Bombe oder Torpedos entstanden ist. Hier halten sich tausende Glasfische und Barakudas auf.

Wer den PADI Spezialkurs Wracktauchen absolviert hat, kann durch diesen Einschlagskrater in das ansonsten gut intakte Boot hineintauchen. Vorbei an Kabeln und Pumpen gelangt man auch zu dem Gang zu den Mannschaftsräumen. Dieser ist zwar eng, aber passierbar. 

Rund um das Wrack sind viele Rotfeuerfische unterwegs. Auch zahlreiche graue Muränen und Barakudas finden hier ihren Lebensraum.

Schiffswrack Carnatic

Skill Level: Advanced Open Water Diver

Zugang: Boot

Maximale Tiefe: 30 Meter

 

Die Carnatic ist ein britischer Dampfsegler, der am 13. September 1869 gegen 1 Uhr trotz schwachem Wind und fast ruhiger See wegen eines Navigationsfehlers des Kapitän auf das Riff Shaab Abu Nuhas aufgelaufen ist.

Das Schiffsunternehmen Peninsular & Oriental Steam Navigation Co. (P&O) nutzte das Schiff für den kombinierten Fracht-, Post- und Personentransport zwischen dem ägyptischen Suez und Indien, gelegentlich auch bis nach China. Den Suezkanal gab es zu dieser Zeit noch nicht. Benannt war das Schiff nach der Landschaft Karnatik im Süden Indiens. 

Nach dem Unfall entschied der Kapitän weiter zu fahren. Er hatte viel Vertrauen in das Schiff und unterschätzte das Ausmaß der Beschädigungen völlig. In der Folgenacht war die Carnatic mit Wasser voll gelaufen und alle Maschinen mussten abgestellt werden. Das Schiff brach und riss von den 230 Passagieren 27 Menschen plus 15 Crewmitglieder mit in die Tiefe. Alle anderen Passagiere konnten durch den Dampfsegler "Sumatra" gerettet werden. 

 

Die Carnatic ist 90 Meter lang und hatte eine Ladung von 40.000 Pfund Sterling in Form von Goldbarren an Bord. Sie liegt am Fuße des Riffs in einer Tiefe von 18 bis 24 Meter. Am 2. November konnte die Bergung von 22 Kisten mit Goldmünzen (32.000 Pfund) von zwei Tauchern abgeschlossen werden, jedoch ist über den Verbleib der restlichen 8.000 Pfund (heutiger Wert 250.000 Euro) nichts bekannt. Gerüchten zufolge liegen diese möglicherweise noch immer irgendwo auf dem Meeresgrund. 

Heute, nach fast 150 Jahren, ist der gesamte Schiffrumpf mit Weichkorallen bewachsen. Das Innere ist voller Glasfische und Rotmaul-Zackenbarsche. Ein Laderaum stützt eine wunderschöne Tischkoralle. Das Wrack beherbergt große Zackenbarsche, Tintenfische, und Muränen, Stachelmakrelen und Thunfische, welche außen herum schwimmen.

 

Wegen der starken Strömung ist dieser Tauchplatz nur bei sehr gutem Wetter anfahrbar. 

Schiffswrack Ghiannis D.

Skill Level: Advanced Open Water

Zugang: Boot

Maximale Tiefe: 30 Meter

 

Der 29 Meter lange griechische Frachter war auf dem Weg von Reijka nach Hodeidah und lief Anfang April 1983 genau wie die Carnatic auf das Riff von Abu Nuhas auf. Die Bootscrew konnte vollständig gerettet werden. Innerhalb von 2 Wochen brach die Ghiannis D. langsam auseinander und versank.
Das Brückendeck, die Poller, die Schraube und das Gestell liegen vollständig auf 27 Meter. Ein wenig entfernter liegt der Bug auf 12 Metern Tiefe. Der mittlere Schiffsbereich ist verschwunden.

Die Ghiannis D. ist ein wunderbares Wrack zum Erkunden des Inneren, aber aufgepasst, durch die Schräglage verliert man gerne die Orientierung.

Besonders attraktiv sind die mit Weichkorallen bewachsenen Masten und Ladebäume, die vom Wrack aus schräg in das Wasser ragen. Da sie strömungexponierter sind, trifft man hier eher Weichkorallen mit ensprechender Farbenpracht an, während auf dem Rumpf eher Steinkorallen anzutreffen sind. 

 

Diesen Tauchplatz können wir nur bei gutem Wetter anlaufen. 

Schiffswrack Rosalie Moller

Skill Level: Deep Diver Specialty

Zugang: Boot

Maximale Tiefe: 40 Meter

 

Die Rosalie Moller ist zweifellos eines der schönsten Wracks im Roten Meer und die beiden stämmigen, anmutigen Lademasten die von ihrem Deck bis auf ca. 18 m unter die Wasseroberfläche aufragen, machen ihr Erscheinungsbild unverwechselbar.

Die Rosalie Moller liegt in Nord(Bug)- Südrichtung(Heck)aufrecht in 50 m Tiefe. Der Kohlefrachter wurde vermutlich am 08.10.1941, also zwei Tage nach der Thistlegrom, von deutschen Heinkel 111 beschossen und sank innerhalb 1 Stunde. Das 108 m lange und 16 m breite Wrack glänzt mit seinem Fischreichtum im Außen-, sowie im Innenbereich. Beeindruckend sind die noch vorhandenen Details wie z.B. Töpfe und Pfannen in der Kombüse.

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